Alle Beiträge von Burchard Dabinnus

Weitere Beiträge zum Thema

 

Hier findet sich eine lose Sammlung von weiteren Beiträgen zu Femiziden und Gewalt gegen Frauen

Ein sehr eindrückliches aktuelles Feature des BR zum Thema Gewalt in Beziehungen mit Kindern:  Ihre Angst spielt hier keine Rolle

In der Corona-Zeit vermehrte Gewaltwaltanwendungen? Lose Informationen aus dem Frühjahr 2021:

Femizid aktuell Österreich/Deutschland

Ein eindrücklicher Beitrag von Antonella Berta, der sich dann auch mit der Frage auseinandersetzt: Was kann man ändern und wie?

https://www.ardmediathek.de/ard/video/doku-und-reportage/femizid-wenn-maenner-ihre-partnerinnen-toeten/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMTc1MzE/

Gigi Deppe am 25.11. mit einem Kurzbeitrag im Deutschlandfunk mit Statements aus dem Juristinnenbund:

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=881604

 

Leider aktuell  (10.11.20 )  am Tegernsee geschehen:https://www.br.de/nachrichten/bayern/zwei-tote-nach-geiselnahme-in-tegernsee,SFxzS45

Unsere Kollegin Lisa Pausch hat im „Zündfunk- Generator“ in Bayern2 fast zeitgleich zu unserem Podcast das Thema eindringlich beleuchtet: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/generator-podcast-was-wir-ueber-femizide-wissen-muessen-100.html

Ebenso ist noch in der Mediathek ein Beitrag für den MDR von Julia Crutschwitz abrufbar. Dort geht es u.a. um aktuelle Fälle von Femiziden und um die momentanen Möglichkeiten von Prävention.https://www.ardmediathek.de/ard/video/fakt/femizide-in-deutschland/das-erste/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy85NzEwNzFjMS02OTcwLTQ3OGYtOTI2Yy1kYjQxYjBiYzRiYTU/

Ein WDR Beitrag:https://www.ardmediathek.de/ard/video/frau-tv/ein-netzwerk-gegen-femizide/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWU3NTNmYTYzLThjZTktNDM1Ni05NmFlLTY1NDc1ZjBjZDk2ZA/

Ein Urteil: https://www.ardmediathek.de/ard/video/swr-aktuell-baden-wuerttemberg/13-jahre-haft-fuer-femizid/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzMjYyNDI/

 

Ebenso sehr hörenswert der B5-podcast „Ein Thema, drei Köpfe“ von Ende Juli 2020

https://www.br.de/mediathek/podcast/1-thema-3-koepfe/kein-mord-aus-liebe-warum-femizide-verharmlost-werden/1801849

Und ein Link zur Website von BR24. Da geht es um ein Projekt zur Prävention häuslicher Gewalt in der Oberpfalz. Auf dieser Seite finden sich auch noch weitere Beiträge zum Thema:https://www.br.de/nachrichten/bayern/minister-stellen-konzept-gegen-stalking-und-haeusliche-gewalt-vor,S668mOz?UTM_Name=Web-Share&UTM_Source=Link&UTM_Medium=Link

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/haeusliche-gewalt-wo-taeter-jetzt-hilfe-bekommen,RwIdJFc

Prof. Monika Schröttle,http://www.monikaschroettle.de/ mitder wir für unseren Podcast gesprochen haben, betreibt seit einigen Jahren Forschungssprojekte zum Thema Femizid. Interview mit ihr im SZ-Magazin: https://sz-magazin.sueddeutsche.de/frauen/bei-sexueller-gewalt-geht-es-weniger-um-lust-als-um-macht-85601
 

Interview mit Christina Clemm, Fachanwältin für Straf- und Familienrecht nach der Tat von Obergünzburg im Juli 2020 https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/keine-beschoenigungen-die-toetung-einer-frau-ist-ein-femizid,S48N5mo

Eine weiterführende Studie der UN: Global Study on Homicide 2018


Ein Beitrag des BR- Magazins Cappriccio zu unserem podcast
https://www.br.de/mediathek/video/podcast-der-moerder-und-meine-cousine-av:5f05c992d1e38f0014855a19

Wichtiger ZEIT-Artikel von 2018, der sehr präzise und knapp das Wesentliche verhandelt und „Ehrenmorde“ und „Beziehungstaten“ auf eine Ebene bringt: https://www.zeit.de/2018/41/beziehungstaten-ehrenmorde-frauenmorde-maennergewalt-familie

Daniil Charms: Nehmen Sie die Untersuchungspille!

 

„Gedichte schreiben muß man so, daß, wenn man das Gedicht gegen das Fenster wirft, das Glas zu Bruch geht.“

Daniil Charms.

 

am Sonntag , den 3.7. und am Mittwoch, den 6.7., jeweils um 19.00  im Rahmen des 10. inklusiven –GRENZGÄNGER-THEATERFESTIVAL : 

„Nehmen Sie die Untersuchungspille!“

(Ein Daniil Charms-Abend, den ich 2019/20 mit Mitgliedern des „Theaters Apropos“ erarbeitet habe)

AKTUALITÄT UND HISTORISCHER HINTERGRUND:                             In der aktuellen politischen Situation rücken die Texte und das Leben des Leningrader Künstlers Daniil Charms in ein scharfes Licht.

Putins aggressiver Machtanspruch nach aussen, seine diktatorische Willkür im Inneren des russischen Staates. Propagandalügen, Manipulationen, Verhaftungen oder gezielte Morde.

Vor 80 Jahren „verreckte“ -so muss man es sagen- Daniil Iwanowitsch Juwatschew, wie Charms mit vollem Namen hieß. Er schrieb dramatische und poetische Texte, war Mitglied einer experimentellen Theatertruppe, stand auch selber auf der Bühne. Ein Avantgardist aus den Leningrader Künstlerkreisen, so wie seine Bekannten Shostakovitsch oder Malewitsch. Einer, der sich keiner Ideologie oder verordneter Staatskunst anpassen wollte, der sich als Russe und Europäer sah, der der deutschen, französischen, russischen Literatur und Kunst verbunden war.  

Charms` Vater hatte als Anarchist gegen die Willkür des Zarenreiches gekämpft. Nach der Oktoberrevolution erfüllte sich nur kurze Zeit die Hoffnung auf ein neues freies Leben. In den 1930er Jahren wurde Charms -wie viele andere Künstler- vom stalinistischen System ins Abseits gestellt. 1939 erfolgte der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Ein Diktator überfiel den anderen und Hitlers Wehrmacht attackierte Leningrad, das frühere St. Petersburg. Die Stadt sollte auf Befehl des Führers mit Bomben und Blockade ausgehungert und vom Erdboden getilgt werden. Zweieinhalb Jahre lang ging das. Eine Million Menschen verhungerte.

Wladimir Putin kam dort ein paar Jahre später auf die Welt. Auch seine Familie war Terror und Tod ausgeliefert gewesen. Und jetzt dreht er selber die Gewaltspirale immer weiter.

Daniil Charms‘ künstlerische Offenheit, sein absurder Humor, sein literarischer Ideenreichtum zeichnen ihn bis heute aus. Er liefert ein Feuerwerk aus abgründigen Dialogen, grotesken oder poetischen Geschichten, berührenden Tagebucheinträgen. Die Schikanen des Systems zeigen darin ihre Fratze. Charms versucht seine verzweifelten Späße darüber zu machen, will die Gespenster zu verjagen.

„Ein überaus kluger Mensch ging in einen Wald und verirrte sich darin“, schreibt Charms fast beiläufig. Die Charakterzüge dieses eigenwilligen Autors, bei dem Kunst und Leben sich nicht voneinander trennen lassen, seine Lebenslust und Lebensangst, sein Spaß an Verstellung und Satire werden vom Ensemble auf sehr persönliche Weise wiedergegeben.

kurzer Trailer:

 

Kritiken der Tageszeitungen:

 

 

Daniil Charms, Biografisches:

Unter diesem link finden sich ausführliche Infos zu seinem Leben und Werk: https://umsu.de/charms/texte/indexl.htm

ebenso bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Daniil_Charms

Zeitgeschehen:

Gulag
https://www.youtube.com/watch?v=nZCpbSQeXT4

Stalin, Der Mythos – YouTube

https://www.google.com/search?client=firefox-b-e&q=Stalin+Der+Mythos+-+YouTube

Theater Apropos                                                                                                           Seit einigen Jahren ist im Tams-Theater- in Zusammenarbeit mit dem Verein „Ariadne“- die inclusive Theater-Truppe „Theater Apropos“ beheimatet. Infos zu Theater Apropos und Ariadne

 

Projekte mit Kindern in Unterkünften für Geflüchtete

„Salam“

Musik- Theater Projekt mit Kindern und Jugendlichen der Nachfolgeeinrichtung der Unterkunft Richard-Strauß-Straße

Besonders die Kinder und Jugendlichen zeigen sich entweder überdreht und voller unsteter Energie oder teilnahmslos, da sie mangels Alternativen kaum bis wenig die Unterkunft verlassen .

Da soll nun das Projekt ansetzen und zumindest für eine bestimmte Zeit und in einer gewissen Regelmäßigkeit kreative   Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, als auch auf diese Weise soziale Kontakte und Bindungen erweitern und ermöglichen.

Zunächst wird erst einmal ein offenes Angebot gestartet mit Musik/ Theater / Bewegung / Video – Möglichkeiten mit einer ergebnisoffenen Abschlusspräsentation Anfang September.

(Wobei es insgesamt nicht in erster Linie um die „Show“ geht, sondern um die spielerischen und kreativen Erfahrungen und den sozialen Kontakt an sich.)

Die Themen und Formen sollen aus der Gruppe heraus gefunden werden.Damit werden sich didaktische, integrative und persönlichkeitsstärkende Effekte, sozusagen „nebenbei“ ergeben. Die Teilnehmer sollen zum Beispiel auch umgekehrt den Mitarbeitern etwas „beibringen“ aus ihrer speziellen Kultur, Musik und Sprache. Und eigenes Erleben aus ihrem Alltag versuchen “ auf deutsch“ mitzuteilen, daraus wieder eine spielerische Sequenz entwickeln etc.

Team

Das “ Team “ setzt sich aus verschiedenen Mitarbeitern zusammen, die entweder gemeinsam oder parallel bzw. je nach Bedarf abwechselnd agieren.

Im Projekt-Team sind Musiker der Gruppe“ Jisr“ vertreten, die ja ohnehin vor Ort anwesend sind und viele Kontakte dort unter arabisch-syrischen Bewohnern haben. Um auch die anderen Ethnien miteinzubinden, wird nach weiteren “ Mittlern“ gesucht werden.

Ebenfalls aus der Gruppe „Jisr“, kommt deren Namensgeber Mohcine Ramdan Ait , der hauptberuflich als Dozent für Deutsch als Fremdsprache an der LMU tätig ist und so seine Erfahrungen als „Dolmetscher“ und Kulturkreis -Vermittler miteinbringen kann.

Das musikalisch- pädagogische Team wird noch ergänzt durch Mitglieder der Münchner Formation “ Express- Brass-Band .

Aus dem Bereich der darstellenden Künste kommt der Tänzer und Choreograf Josef Eder, der in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zahlreiche internationale Erfahrungen hat.

Aus dem Theaterbereich begleitet die Schauspielerin Isabel Kott das Projekt.

BR-Sendung: „Syrer in München, zwei Geschichten vom Ankommen und Fremdbleiben“

 

Meine Sendung über ein paar unserer syrischen Freunde  „Syrer in München, zwei Geschichten vom Ankommen und Fremdbleiben“, wurde im Oktober 2017   in  Bayern2 Radio  gesendet.

Wer den ersten Teil verpasst hat oder keine Zeit hat,  kann die Sendung auch als podcast nachhören.

hier der link zu den Sendungsseiten:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/land-und-leute/syrer-in-muenchen-teil-1-und-2-dabinnus100.html

 

Buchvorstellung : Jean-Paul Didierlaurent am 9.10.17

Coverbild Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky von Jean-Paul Didierlaurent, ISBN-978-3-423-26162-3

 

Montag, 9.10., 20 Uhr

Buchvorstellung

 

Jean-Paul Didierlaurent

liest aus seinem neuen Roman

„Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky”

Eine Reise zurück ins Leben

 

Deutscher Text: Burchard Dabinnus

Moderation & Übersetzung: Olga Mannheimer

 

 

Ambroise Lanier, Ende zwanzig, hat seine Berufung gefunden: Er möchte dem Menschen seine Würde bewahren und arbeitet darum als Leichenpräparator. Auch Manelle Flandin liegt die Würde ihrer Mitmenschen am Herzen. Rührend kümmert sich die junge Angestellte eines ambulanten Pflegedienstes um Senioren. Vermutlich hätten sich die Wege der beiden nie gekreuzt, wäre da nicht Samuel Dinsky: Als der 82-Jährige eine niederschmetternde Diagnose erhält, will er eine letzte Reise unternehmen. Zusammen mit Manelle und Ambroise. Durch einen wundersamen Zufall wird es eine Reise zurück ins pralle Leben.

 

 

»Ein wunderschönes modernes Märchen, nach dessen Lektüre man die Welt optimistischer betrachten wird als zuvor.«  Brèves Littéraires

 

 

Jean-Paul Didierlaurent, 1962 in La Bresse/Elsass geboren, hat nach etlichen preisgekrönten Kurzgeschichten mit seinem Romandebüt „Die Sehnsucht des Vorlesers“ Hunderttausende Leser in der ganzen Welt verzaubert. Nach dem Erzählungsband „Macadam oder das Mädchen von Nr. 12“ ist „Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky“ sein zweiter Roman.

 

Mitveranstalter: dtv Verlag mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München.

 

Eintritt 8- € (erm. 6,- €)

https://www.dtv.de/buch/jean-paul-didierlaurent-der-unerhoerte-wunsch-des-monsieur-dinsky-26162/

 

RUFFINI

CAFÉ – KONDITOREI – WEINHAUS

Ruffini Gaststätten Gmbh

 

Orffstr. 22-24  80637 München

U1 Rotkreuzplatz

 

fon  089/16 11 60 · fax 089/16 67 20

ruffini@ruffini.de · www.ruffini.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jean-Paul Didierlaurent

DER UNERHÖRTE WUNSCH DES MONSIEUR DINSKY

Roman

Aus dem Französischen von Sina de Malafosse

Deutsche Erstausgabe

256 Seiten

ISBN 978-3-423-26162-3

 

 

 

 

 

Montag, 9.10., 20 Uhr

Buchvorstellung

 

Jean-Paul Didierlaurent

liest aus seinem neuen Roman

„Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky”

Eine Reise zurück ins Leben

 

Deutscher Text: Burchard Dabinnus

Moderation & Übersetzung: Olga Mannheimer

 

 

Ambroise Lanier, Ende zwanzig, hat seine Berufung gefunden: Er möchte dem Menschen seine Würde bewahren und arbeitet darum als Leichenpräparator. Auch Manelle Flandin liegt die Würde ihrer Mitmenschen am Herzen. Rührend kümmert sich die junge Angestellte eines ambulanten Pflegedienstes um Senioren. Vermutlich hätten sich die Wege der beiden nie gekreuzt, wäre da nicht Samuel Dinsky: Als der 82-Jährige eine niederschmetternde Diagnose erhält, will er eine letzte Reise unternehmen. Zusammen mit Manelle und Ambroise. Durch einen wundersamen Zufall wird es eine Reise zurück ins pralle Leben.

 

 

»Ein wunderschönes modernes Märchen, nach dessen Lektüre man die Welt optimistischer betrachten wird als zuvor.«  Brèves Littéraires

 

 

Jean-Paul Didierlaurent, 1962 in La Bresse/Elsass geboren, hat nach etlichen preisgekrönten Kurzgeschichten mit seinem Romandebüt „Die Sehnsucht des Vorlesers“ Hunderttausende Leser in der ganzen Welt verzaubert. Nach dem Erzählungsband „Macadam oder das Mädchen von Nr. 12“ ist „Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky“ sein zweiter Roman.

 

Mitveranstalter: dtv Verlag mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München.

 

Eintritt 8- € (erm. 6,- €)

 

 

RUFFINI

CAFÉ – KONDITOREI – WEINHAUS

Ruffini Gaststätten Gmbh

 

Orffstr. 22-24  80637 München

U1 Rotkreuzplatz

 

fon  089/16 11 60 · fax 089/16 67 20

ruffini@ruffini.de · www.ruffini.de

B U C H V O R S T E L L U N G :  Carl Campeau am 4.10.17

Carl Campeau, Meine Seele kriegt ihr nie

 

Mittwoch  04.10.17   I   19.00 Uhr   I   Evangelische Stadtakademie München   I   Herzog Wilhelm-Str. 24   I   80331 München  I   

Der aus Kanada stammende Jurist und Philosoph Carl Campeau ist seit fast 20 Jahren für die UNO in den gefährlichsten Ländern der Welt im Einsatz. In Syrien wird er 2013 von der al-Nusra-Front als Geisel entführt. Den Lösegeldforderungen kommt die internationale Gemeinschaft nicht nach. Vermutlich rettet ihm die von den Entführern erzwungene Konversion zum Islam das Leben. Nach acht Monaten gelingt es ihm zu fliehen. Verhöre des syrischen Geheimdienstes folgen. Der Weg zurück kreuzt sich schließlich mit dem eines seiner Geiselnehmer, der als anerkannter Flüchtling in Deutschland aufgenommen worden war. 2016 kommt es in Stuttgart Stammheim zum Prozess gegen den jungen Syrer wegen erpresserischen Menschenraubs und Kriegsverbrechen. Das Buch beschreibt die persönlichen Erfahrungen und Veränderungen von Carl Campeau in dieser Zeit und fordert auf, die größeren Kontexte zu reflektieren.

 

Carl Campeau Jurist und Philosoph, Mitarbeiter der UNO, Einsätze in Bosnien, Albanien, Kosovo, Liberia, Syrien

 

Moderation:  Silvia Bauer  Kulturwissenschaftlerin, München

Lesung: Burchard Dabinnus

Zusammenfassende Übersetzung: Eva Nies

 Lesung in deutscher Sprache, Gespräch in englischer Sprache mit zusammenfassenden Übersetzungen.

 ORT:

Herzog-Wilhelm-Str. 24   I   80331 München

EINTRITT: 8 € /7 € erm. /Studierende bis 30 Jahre frei

 ANMELDUNG erbeten:  Fon: 089/ 54 90 27 0  I  info@evstadtakademie.de   I  www.evstadtakademie.de

In Zusammenarbeit mit der Petra-Kelly- Stiftung und dem Landesverband Bayern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

 

 

https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Terrorprozess-in-Stuttgart-35-Jahre-Haft-fuer-Syrer,terrorprozess124.html

„DA MÜSSEN SIE EINE NEUE NUMMER ZIEHEN !“

 

(Die Idee basiert auf erlebten Situationen als „freiwilliger Helfer“ und einer „Test- Performance“ im Rahmen der Westendstudios 2017 )

Zwei Musiker aus Syrien haben nach einem Jahr in der Unterkunft ihre Anerkennung bekommen und suchen mit Unterstützung Raum zum Wohnen. Es werden sogar bald zwei private Zimmer gefunden! Nun müsste das Ganze nur noch amtlich genehmigt werden….. Nur noch?!

Eine Amtszimmer -Oyssee mit ungewissem Ausgang beginnt.

Eingefügt in die „Rahmenhandlung“ der Amtsbesuche, die stark an Valentins Buchbinder Wanninger ( der auch auf arabisch zitiert werden wird ) erinnern, geht es um all das, was neben dem Umgang mit der Bürokratie sonst noch das „Hintergrundrauschen“ der Ankömmlinge bestimmt : Trennung von Familie und Freunden, der Krieg zuhause, Alltag in Unterkünften, Verständigungsprobleme, Wünsche, Träume und Realitäten.

Und natürlich die Frage: Wer kann denn wo unterkommen und wie bereit sind alle die, die grundsätzlich unterstützen wollen, tatsächlich etwas abzugeben, herzugeben.

Das wird alles mit einfachsten Hör und Spielmitteln erzählt .

Beispielhaft für die „Vielen“, die jetzt versuchen bei uns „anzukommen“, steht ein kleiner Sprech und Spielchor auf der Bühne, bestehend aus den beiden Musikern selber und weiteren „Noch- oder Nicht-Mehr -Unterkunftsbewohnern“.

Zwischen den „Verwaltungsvorsprechen“ gibt es musikalische Zwischenspiele, absurde Sprachen-Mix -Unterhaltungen und Übersetzungsversuche arabischer Liebeslieder, von fernen Müttern per skype und whatsApp übermittelte Kochrezepte, Momente von Erinnerungen, kurze Erzählungen von Erlebnissen.

AUDIO- SCHNIPSEL

1.Auschnitte Live-Lesung im Rahmen der Westendstudios 2017

2. Variationen der Erzählhaltung

Konzert-Lesung 6.3. Café Ruffini

 

Montag, 6.3., 20 Uhr

 

A.E.R.A.-Quartett featuring Burchard Dabinnus

– A Syrian-Bavarian connection -Abathar Kmash (Oud), Ehab Abo Fakir (Viola),  Ardhi Engl (traditionelle und experimentelle Saiteninstrumente), Rudolf Roth (Percussion, Drums), Burchard Dabinnus (Sprecher)

Den experimentierfreudigen Musikern aus Damaskus und Münchengelingt ein ganz eigener spielerischer Brückenschlag: die Verwebung europäischer Klassik und sogar bayrischer Volksmusik mit arabischen Elementen, dazu Originale aus dem vorderasiatischen oder sephardischen Raum, verfremdet durch die experimentellen Instrumente Ardhi Engls oder das »Special-Drumset« Rudolf Roths – das alles lässt eine authentische, spannende und zugleich berührende Musik jenseits jeglicherKlischees entstehen.

Special Guest des Abends: Schauspieler und Sprecher Burchard Dabinnus, der »bay-rapophone« Lautgedichte und »valentineske« Sprech- und Sprachminiaturen hinter, zwischen oder neben die Musik streut.

 

Kinder-Theater-Kreativ-Projekt

 

Das Projekt wurde mit Unterstützung der Kulturreferates unter dem Namen „Circus Bu I Ma Mo Ni“ in der Flüchtlingsunterkunft Schertlinstraße realisiert, im Raum der dortigen Kinderbetreuung und auch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kinderbetreuern .

Im Team waren Marja Burchard, Isabel Kott, Neil Vaggers, Mohcine Ait Ramdan und Burchard Dabinnus.

Von cirka 100 dort untergebrachten Kindern kamen circa 10- 20 regelmäßig in die Betreuung und somit auch zu den von uns angebotenen regelmäßigen Terminen. Allerdings war es schwierig, wirklich eine gemeinsame Anfangszeit zu finden, man musste sich immer darauf einrichten, dass entweder Kinder noch dazu kamen oder auch manchmal früher wegmussten oder abgeholt wurden. Trotzdem war es möglich immer mehr Kinder Schritt für Schritt regelmäßig einzubinden und persönlich anzusprechen, ihre Begeisterung und ihre Fähigkeiten zu fördern.

Wir haben aufgrund größerer Alters und Entwicklungsunterschiede dann eine Einteilung in zwei Altersgruppen vorgenommen. Denn neben Kindern im Vorschulalter , tauchten auch 12 bis 15 Jährige ab und dann auf, die man dann mit assistierenden Aufgaben integrieren konnte (Kameraaufnahmen, Hilfestellungen, Ansagen etc. )

Vom Team wurden mit Hilfe von Musikinstrumenten, Requisiten etc. bestimmte sich wiederholenden Elemente und Abläufe vorbereitet : Lieder, Verkleidungen, Kontakt-Spiele, Clownerien, Jonglage, Schmincken, kurze Diaologe und Sprachspiele. Diese wurden dann in Variationen wiederholt und um andere Elemente erweitert.

Nach anfänglicher Schüchternheit, fingen die Kinder mit der Zeit schließlich von selber an sich zu verkleiden, sich Musikinstrumente umzuhängen und sozusagen das nachzuahmen, was wir vorher „vorgeführt“ hatten.Sie „übernahmen“ – für einige Minuten – in Eigeninitiative die Show, was ja auch beabsichtigt war.

Das führte mitunter natürlich auch zu handfesten Streitereien unter den Kindern um Requisiten und Percussioninstrumente, da die Kinder auch oft in Konkurrenz zueinander standen , sich sehr schwer dabei taten, etwas abzugeben, zu teilen.

Eine große Unruhe aber auch sehr viel Motivation war bei vielen spürbar. Einzelne Kinder kamen zwar dazu, blieben aber vollkommen passiv und waren nicht oder nur sehr schwer zur aktiven Teilnahme zu motivieren.

Je nach Herkunft war untereinander ein ( von den Eltern „mitgebeneber“) kindlicher „Rassimus „ vorhanden . Wenn z.B. in die Gruppe mit syrischen, irakischen, afghanischen Kindern schwarze Kinder hineinkamen, war es notwendig diese besonders zu integrieren, in Zusammenarbeit mit den beiden Kinderbetreuern vor Ort .

Eine Abschlussvorführung war schwierig zu organisieren, da ja immer nur ein Teil der Kinder wirklich regelmäßig anwesend waren und nur wenige Eltern zum Zuschauen vorbeikamen. Wir werden auf alle Fälle versuchen das Projekt in der einen oder anderen Form wiederaufzunehmen, fortzusetzen. Eine gemeinsame Excursion konnte aufgrund der unklaren Verantwortungs und Betreuungslage leider nicht stattfinden.

die west-östliche Winterreise

Schuberts berühmte „Winterreise“ von 1827 ist ein zeitloser Kern der Deutschen Romantik,

Und dieses Werk ist auch Wilhelm Müllers „Winterreise“, der Dichter, der auch aus dem Krieg kam.

Am Abend des 17.11. ist es aber auch Yamen Husseins Winterreise, ein Dichter aus Syrien, der aus seinem Land fliehen musste, im Winter. Viele seiner Gedichte führen eine Art Gespräch mit der deutschen Winterreise.

Ludwig Hahn, Bratscher des Mesconia Quartetts, arrangierte sieben Lieder Franz Schuberts neu für Streichquartett und  den Sprecher Burchard Dabinnus. So entsteht Raum für einen Dialog mit den zeitgenössischen Gedichten des syrischen Lyrikers Yamen Hussein und der arabischen Musik von Abathar Kmash und Ehab Abo Fakher,

https://www.muenchenticket.de/guide/tickets/14bub/West+oestliche+Winterreise.html