Archiv der Kategorie: Projekte der letzen Zeit

Juliane Bartel medien-Preis

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Juliane Bartel Medienpreis 

Preisbegründung:

Gewinner Beitrag 2021 Fiktion/Entertainment

 

Der Preis, den wir bekommen haben ist eine große Anerkennung, aber leider ist das Problem um das es geht, immer noch (täglich) genauso aktuell. Und der Preis macht auch nicht die getöteten Frauen wieder lebendig und auch ihr Leid nicht rückgängig, ebensowenig wie das ihrer Angehörigen.
In diesem Sinne ist dieser Preis auch eine Aufforderung weiterzudenken, das Thema nicht als „bearbeitet“ in die Ablage zu legen. Und der Preis ist -für mich persönlich- auch eine Widmung für Leena Vartiainen, Marion Zagermann, Konstantina Ulitsch und eben für Saskia, die mit all Ihren Möglichkeiten und Talenten schon durch den Missbrauch durch ihren sozialen Vater zu „lebenslänglich“ verurteilt wurde. Bis sie schließlich auf ihren finalen Henker und Vollstrecker traf, den sie -bittererweise- kurzzeitig für ihren Retter hielt, den Mann, der den erlittenen kindlichen Missbrauch rückgängig macht.

Projekte mit Kindern in Unterkünften für Geflüchtete

„Salam“

Musik- Theater Projekt mit Kindern und Jugendlichen der Nachfolgeeinrichtung der Unterkunft Richard-Strauß-Straße

Besonders die Kinder und Jugendlichen zeigen sich entweder überdreht und voller unsteter Energie oder teilnahmslos, da sie mangels Alternativen kaum bis wenig die Unterkunft verlassen .

Da soll nun das Projekt ansetzen und zumindest für eine bestimmte Zeit und in einer gewissen Regelmäßigkeit kreative   Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, als auch auf diese Weise soziale Kontakte und Bindungen erweitern und ermöglichen.

Zunächst wird erst einmal ein offenes Angebot gestartet mit Musik/ Theater / Bewegung / Video – Möglichkeiten mit einer ergebnisoffenen Abschlusspräsentation Anfang September.

(Wobei es insgesamt nicht in erster Linie um die „Show“ geht, sondern um die spielerischen und kreativen Erfahrungen und den sozialen Kontakt an sich.)

Die Themen und Formen sollen aus der Gruppe heraus gefunden werden.Damit werden sich didaktische, integrative und persönlichkeitsstärkende Effekte, sozusagen „nebenbei“ ergeben. Die Teilnehmer sollen zum Beispiel auch umgekehrt den Mitarbeitern etwas „beibringen“ aus ihrer speziellen Kultur, Musik und Sprache. Und eigenes Erleben aus ihrem Alltag versuchen “ auf deutsch“ mitzuteilen, daraus wieder eine spielerische Sequenz entwickeln etc.

Team

Das “ Team “ setzt sich aus verschiedenen Mitarbeitern zusammen, die entweder gemeinsam oder parallel bzw. je nach Bedarf abwechselnd agieren.

Im Projekt-Team sind Musiker der Gruppe“ Jisr“ vertreten, die ja ohnehin vor Ort anwesend sind und viele Kontakte dort unter arabisch-syrischen Bewohnern haben. Um auch die anderen Ethnien miteinzubinden, wird nach weiteren “ Mittlern“ gesucht werden.

Ebenfalls aus der Gruppe „Jisr“, kommt deren Namensgeber Mohcine Ramdan Ait , der hauptberuflich als Dozent für Deutsch als Fremdsprache an der LMU tätig ist und so seine Erfahrungen als „Dolmetscher“ und Kulturkreis -Vermittler miteinbringen kann.

Das musikalisch- pädagogische Team wird noch ergänzt durch Mitglieder der Münchner Formation “ Express- Brass-Band .

Aus dem Bereich der darstellenden Künste kommt der Tänzer und Choreograf Josef Eder, der in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zahlreiche internationale Erfahrungen hat.

Aus dem Theaterbereich begleitet die Schauspielerin Isabel Kott das Projekt.

BR-Sendung: „Syrer in München, zwei Geschichten vom Ankommen und Fremdbleiben“

 

Meine Sendung über ein paar unserer syrischen Freunde  „Syrer in München, zwei Geschichten vom Ankommen und Fremdbleiben“, wurde im Oktober 2017   in  Bayern2 Radio  gesendet.

Wer den ersten Teil verpasst hat oder keine Zeit hat,  kann die Sendung auch als podcast nachhören.

hier der link zu den Sendungsseiten:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/land-und-leute/syrer-in-muenchen-teil-1-und-2-dabinnus100.html

 

Kinder-Theater-Kreativ-Projekt

 

Das Projekt wurde mit Unterstützung der Kulturreferates unter dem Namen „Circus Bu I Ma Mo Ni“ in der Flüchtlingsunterkunft Schertlinstraße realisiert, im Raum der dortigen Kinderbetreuung und auch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kinderbetreuern .

Im Team waren Marja Burchard, Isabel Kott, Neil Vaggers, Mohcine Ait Ramdan und Burchard Dabinnus.

Von cirka 100 dort untergebrachten Kindern kamen circa 10- 20 regelmäßig in die Betreuung und somit auch zu den von uns angebotenen regelmäßigen Terminen. Allerdings war es schwierig, wirklich eine gemeinsame Anfangszeit zu finden, man musste sich immer darauf einrichten, dass entweder Kinder noch dazu kamen oder auch manchmal früher wegmussten oder abgeholt wurden. Trotzdem war es möglich immer mehr Kinder Schritt für Schritt regelmäßig einzubinden und persönlich anzusprechen, ihre Begeisterung und ihre Fähigkeiten zu fördern.

Wir haben aufgrund größerer Alters und Entwicklungsunterschiede dann eine Einteilung in zwei Altersgruppen vorgenommen. Denn neben Kindern im Vorschulalter , tauchten auch 12 bis 15 Jährige ab und dann auf, die man dann mit assistierenden Aufgaben integrieren konnte (Kameraaufnahmen, Hilfestellungen, Ansagen etc. )

Vom Team wurden mit Hilfe von Musikinstrumenten, Requisiten etc. bestimmte sich wiederholenden Elemente und Abläufe vorbereitet : Lieder, Verkleidungen, Kontakt-Spiele, Clownerien, Jonglage, Schmincken, kurze Diaologe und Sprachspiele. Diese wurden dann in Variationen wiederholt und um andere Elemente erweitert.

Nach anfänglicher Schüchternheit, fingen die Kinder mit der Zeit schließlich von selber an sich zu verkleiden, sich Musikinstrumente umzuhängen und sozusagen das nachzuahmen, was wir vorher „vorgeführt“ hatten.Sie „übernahmen“ – für einige Minuten – in Eigeninitiative die Show, was ja auch beabsichtigt war.

Das führte mitunter natürlich auch zu handfesten Streitereien unter den Kindern um Requisiten und Percussioninstrumente, da die Kinder auch oft in Konkurrenz zueinander standen , sich sehr schwer dabei taten, etwas abzugeben, zu teilen.

Eine große Unruhe aber auch sehr viel Motivation war bei vielen spürbar. Einzelne Kinder kamen zwar dazu, blieben aber vollkommen passiv und waren nicht oder nur sehr schwer zur aktiven Teilnahme zu motivieren.

Je nach Herkunft war untereinander ein ( von den Eltern „mitgebeneber“) kindlicher „Rassimus „ vorhanden . Wenn z.B. in die Gruppe mit syrischen, irakischen, afghanischen Kindern schwarze Kinder hineinkamen, war es notwendig diese besonders zu integrieren, in Zusammenarbeit mit den beiden Kinderbetreuern vor Ort .

Eine Abschlussvorführung war schwierig zu organisieren, da ja immer nur ein Teil der Kinder wirklich regelmäßig anwesend waren und nur wenige Eltern zum Zuschauen vorbeikamen. Wir werden auf alle Fälle versuchen das Projekt in der einen oder anderen Form wiederaufzunehmen, fortzusetzen. Eine gemeinsame Excursion konnte aufgrund der unklaren Verantwortungs und Betreuungslage leider nicht stattfinden.